Ausbildungsrichtungen

Das Gymnasium Stein hat zwei Ausbildungsrichtungen:

  • Naturwissenschaftlich-Technologisches Gymnasium (NTG)

  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium (WSG)

Alle Ausbildungsrichtungen eignen sich für Jungen und Mädchen und führen mit dem Abitur zur allgemeinen Hochschulreife, die zum Studium aller Fachrichtungen an Universitäten und Fachhochschulen berechtigt.

 

Die naturwissenschaftlich-technologische Ausbildungsrichtung legt ihren Schwerpunkt auf die Naturwissenschaften und die Informatik und bereitet damit in besonderer Weise auf die Ansprüche und Herausforderungen unserer hoch technisierten Welt vor. Chemie setzt als neues Kernfach, Informatik als Profilfach ein. Auf der Grundlage kontinuierlicher Denkschulung erkennen die Schülerinnen und Schüler die Gesetzmäßigkeiten bei physikalischen und chemischen Vorgängen. Sie lernen, naturwissenschaftliche Problemstellungen systematisch anzugehen, klare Begriffe und Vorstellungen zu entwickeln und folgerichtige Lösungen zu erarbeiten. Damit erwerben sie wichtige Voraussetzungen für anspruchsvolle berufliche Aufgaben in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Wissenschaft. Die naturwissenschaftlich-technologische Ausbildungsrichtung ist vor allem für Jugendliche geeignet, die später Mathematik, Physik, Biologie, Pharmazie, Medizin oder Ingenieurswesen studieren oder nach ihrem Schulabschluss gleich in naturwissenschaftlich orientierte Berufe eintreten wollen.

 

Am Gymnasium Stein legt diese Ausbildungsrichtung ihren Schwerpunkt auf den wirtschaftswissenschaftlichen Bereich. Hier werden die Grundlagen und Zusammenhänge unseres Wirtschafts- und Rechtswesens erarbeitet. Wirtschafts- und Rechtslehre setzt als neues Kernfach, Wirtschaftsinformatik als Profilfach ein. Da unser Leben in Deutschland und in Europa zu einem großen Teil von wirtschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftspolitischen Bedingungen und Veränderungen bestimmt ist, ist das WSG eine besonders praxisnahe und gegenwartsorientierte Form des Gymnasiums. Der Einblick in die Bedingungen und Denkweisen der Arbeitswelt kann auch bei der beruflichen Orientierung hilfreich sein. Die wirtschaftswissenschaftliche Grundbildung kommt dem künftigen Juristen, Verwaltungsbeamten, Arzt, Ingenieur oder Lehrer ebenso zugute wie dem Diplom-Kaufmann, dem Diplom-Volkswirt oder dem Sozialpädagogen.

 

Der Bildungsweg des Gymnasiums (Jgst. 5-12) schließt unabhängig von den einzelnen Ausbildungsrichtungen mit der Abiturprüfung ab, mit deren Bestehen die allgemeine Hochschulreife verbunden ist. Das Abiturzeugnis berechtigt somit zum Studium aller Fachrichtungen an den Hochschulen. Nach erfolgreichem Besuch der 10. Jahrgangsstufe wird die sogenannte "Oberstufenreife" bestätigt, die zum Eintritt in die 11. Jahrgangsstufe berechtigt. Dies ist kein Abschluss im eigentlichen Sinne des Wortes, da am Ende der 10. Jahrgangsstufe am Gymnasium keine Abschlussprüfung wie in der Realschule stattfindet. Der Begriff "Mittlerer Schulabschluss" trifft für das Gymnasium nicht zu, die "Oberstufenreife" eröffnet jedoch die gleichen Möglichkeiten. Schüler der 10. Jahrgangsstufe, denen die Oberstufenreife nicht zuerkannt worden ist, erhalten unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine "Besondere Prüfung" an der Realschule zum Erwerb des Realschulabschlusses abzulegen.

 

Ein Wechsel zwischen den Ausbildungsrichtungen MNG und WWG ist bis zum Ende der 8. Jahrgangsstufe möglich, wenn die Sprachenfolge übereinstimmt. Der übertritt in das Europäische Gymnasium ist am Ende der 5. Jahrgangsstufe möglich. Vom EuG kann bis zum Ende der 8. Jahrgangsstufe in eine andere Ausbildungsrichtung gewechselt werden. Bis zum Ende der 7. Jahrgangsstufe, gegebenenfalls auch noch aus der 8. Jahrgangsstufe ist der übertritt in die Real- bzw. Wirtschaftsschule im Rahmen der gegebenen Bestimmungen möglich. Der erfolgreiche Besuch der 10. Jahrgangsstufe des Gymnasiums eröffnet den Weg in die Fachoberschule bzw. in Schulen, die einen "Mittleren Schulabschluss" voraussetzen.